Köln

Geschichte

Römisches Köln - Hauptstadt der Germania inferior (Niedergermanien)

Köln blickt auf eine Siedlungsgeschichte von über 2000 Jahren zurück. Bereits 20/19 v. Chr. siedelte der römische Statthalter Agrippa den germanischen Stamm der Ubier – Verbündete des römischen Reiches - auf der linken Rheinseite, auf dem Gebiet der späteren Stadt Köln, an. Hier entstand das oppidum Ubiorum, das sich zu einer bedeutenden römischen Stadt entwickelte. Um 50 n. Chr. wurde die Siedlung zur Colonia Claudia Ara Agrippinensium (CCAA) erhoben. Mitte der 80er Jahre des 1. Jh. n. Chr. wurde die Provinz Germania inferior mit der CCAA als Hauptstadt eingerichtet und schrittweise ausgebaut. Im 2. und 3. Jh. n. Chr. erlebte die Stadt wirtschaftlich und machtpolitisch ihre Blütezeit. Die Stadtmauer und der Statthalterpalast sind heute noch sichtbare archäologische Überreste dieser Phase. Ende des 4. oder Anfang des 5. Jhs. n. Chr. ging die römische Herrschaft zu Ende. Jedoch bedeutete dies nicht den Zerfall der Macht und Wirtschaft der Stadt. Die fränkischen Könige residierten nun im früheren Praetorium, auch Regia genannt.

Mittelalterliches Köln: Erzbistum und größte deutsche Stadt

Im Mittelalter und in der Renaissance erblühte Köln erneut durch Handel und Export, insbesondere durch den Hafen für Lastkähne, die zwischen Holland und Süddeutschland verkehrten. Es war lange Zeit die größte Stadt des Deutschen Reiches und ist bis heute als Sitz des Erzbischofs Kirchenprovinz der deutschen katholischen Kirche. Das Stadtbild ist geprägt durch zahlreiche romanische Kirchen und den berühmten Kölner Dom. Jedoch gab es seit dem Mittelalter Spannungen zwischen den Bürgern und dem Erzbischof, die letztendlich so stark wurden, dass er gezwungen war, seinen Sitz für einen längeren Zeitraum nach Bonn zu verlegen; die Bürger Kölns gewährten ihm lediglich drei Tage im Jahr, die er in seiner Hauptstadt verweilen durfte, um die heilige Messe an besonderen Festivitäten zu halten.
Bis zum Zweiten Weltkrieg wurde Köln mehrfach besetzt, durch Napoleon (1794-1814), die Preußen (1814-1871) und auch durch die Engländer (1918-1926). In der Zeit der Preußischen Besatzung entstand der berühmte Kölner Karneval, eine Art satirischer Widerstand.

Rheinpanorama und Kranhäuser (Copyright: Tobias Krause / KölnTourismus GmbH)

Köln wurde im Zweiten Weltkrieg stark zerbombt und der Großteil des alten Stadtkerns wurde zerstört. Der erfolgreiche Wiederaufbau der Nachkriegszeit mit der Absicht, viele der historischen Gebäude wiederherzustellen, zeigt sich in dem gemischten und einzigartigen Stadtbild. Die Altstadt ist ein Muss für alle, die nach Köln kommen. Mit dem Kölner Dom, der Romanischen Kirche Groß St. Martin und dem Turm des alten Rathauses bietet sich einem ein fantastisches Rhein-Panorama. Wenn Sie durch die engen Gassen und über die Plätze spazieren, können Sie viele archäologische Überreste entdecken, wie die Archäologische Zone, Alt Sankt Alban und das Stapelhaus.

Der berühmte Kölner Karneval

Der Alter Markt und Heumarkt sind Hauptattraktionen für Touristen in Köln und zeugen noch von der ehemaligen Bedeutung als Zentrum für die Handwerksgilden und den Handel. Umgeben von vielen kleinen Restaurants und Cafés, lädt dieser Stadtbereich ein, in der Sonne zu entspannen. Hier finden Sie auch einige der zahlreichen Brauhäuser, die in der berühmten Kölschen Brautradition ihr Bier zubereiten.

Heutzutage ist Köln mit mehr als dreißig Museen und zahlreichen Galerien das Hauptkulturzentrum im Rheinland. Die Bandbreite der Ausstellungen reicht von lokalen römischen archäologischen Ausgrabungen zu zeitgenössischer Kunst. Die Kölner Messe gehört zu den wichtigsten europäischen Messeplätzen. Unter anderem finden hier häufig internationale Messen wie die Art Cologne, imm Cologne, Gamescom und die Photokina statt.

Öffentliche Verkehrsmittel

VRS

Köln und Bonn befinden sich im Verkehrsverbund Rhein-Sieg (VRS). Somit gelten in beiden Städten einheitliche Tickets und Preise (VRS-Tarif), aufeinander abgestimmte Fahrpläne und gemeinsame Informations- und Serviceleistungen der Verkehrsunternehmen im VRS.

KVB (Kölner Verkehrs-Betriebe)

Innerhalb von Köln können Sie in den Kölner Verkehrs-Betrieben zwei Arten von Tickets verwenden:

Kurzstreckenticket: Gilt ab Einstieg plus bis zu vier Stationen. Gilt unabhängig von Stadt- und Gemeindegrenzen hinaus. Gilt nicht in S-Bahnen, RegionalBahn- und RegionalExpresszügen. Gilt nicht auf einigen Schnellbuslinien- und linienabschnitten. Preis 1,90 €

Preisstufe 1b (CityTicket): Gilt für Fahrten innerhalb von Köln ab sechs Stationen (inklusive des Einstiegs). Preis 2,80 €

Um nach Bonn zu fahren, wählen Sie folgendes Ticket:

Preisstufe 4 (RegioTicket): Gilt für Fahrten durch eine größere Zahl von Städten und Gemeinden. Gilt unter anderem von Köln nach Bonn. Preis 7,70 €

Weitere Ticket- und Preisinformationen

(Copyright: Udo Haake / KölnTourismus GmbH)